27.September 2018

Vorgelesen

Vorlese 01Gute Vorleserinnen und Vorleser gibt es noch

Am letzten Schultag vor den Herbstferien fand in der Schulbibliothek des Wilhelm-Remy-Gymnasiums wieder der Vorlesewettbewerb für die sechsten Klassen statt. Zwölf Schülerinnen und Schüler hatten sich zuvor als Klassensieger qualifiziert und traten in der zweiten Runde an, um die Schulsieger zu ermitteln.

Zunächst wurde drei Minuten lang aus einem Buch vorgelesen, das sich die Jugendlichen selbst ausgesucht und zum Wettbewerb mitgebracht hatten. Unter anderem vertreten: Jeff Kinneys Bestseller „Gregs Tagebuch“, Alfred Hitchcocks „Die drei Fragezeichen“, Alice Pantermüllers „Lotta Leben“ oder Suzanne Collins´ „Tribute von Panem“. All diese Jugendbuchreihen konnten in den vergangenen Jahren für den Bestand der Schulbibliothek angeschafft werden, sodass es heute genügend Lesefutter für „Bücherwürmer“ gibt. Im zweiten Teil musste ein unbekannter Text vorgelesen werden; diesmal zwei Minuten aus Robert Louis Stevensons Klassiker „Die Schatzinsel“.

Dann gespanntes Warten in der großen Pause für die Schülerinnen und Schüler und Beratung der Jury. In ihr vertreten: das Leitungsteam der Schulbibliothek (Judith Vomfell, Nicole Otto und Ralf Hoffmann), die Fachschaft Deutsch (Heike Opgenorth-Hoffmann und Martin Finke) und Uwe Sigismund vom Bendorfer Buchladen, der die Schulbibliothek nicht nur beim Vorlesewettbewerb regelmäßig unterstützt.

Schließlich die Siegerehrung, die Schulleiter Johannes Arnold vornahm: Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab es Urkunden, die ihre Leistung für den Klassensieg dokumentieren und ein Buchpräsent. Platz 3 in der Gesamtwertung ging an Nico Tiedke (Klasse 6 b), Platz 2 an Linda Teine (Klasse 6 d), und Schulsiegerin wurde Greta Follmann (Klasse 6 b), die das Wilhelm-Remy-Gymnasium im kommenden Jahr auf Kreisebene vertreten darf.

Ein Vorlesewettbewerb ist ein probates Mittel, um einer zunehmenden Leseschwäche bei Kindern und Jugendlichen, die auch die letzte IQB-Studie festgestellt hat, zu begegnen. Er macht neugierig auf mehr Lektüre und trainiert, mit Lampenfieber umzugehen, denn immerhin ist so ein Auftritt vor Schülerinnen und Schülern aus anderen Klassen und teils fremden Lehrkräften keine einfache Sache. Genau deswegen soll die gute Tradition am Wilhelm-Remy-Gymnasium erhalten bleiben.

(- Ralf Hoffmann-)