02.Dezember 2018

DKMS am WRG

DKMS-Typisierungsaktion am Wilhelm-Remy-Gymnasium Bendorf: 97 Schüler und Lehrer wollen Lebensretter werden

Das Orga-Team
Das Orga-Team
Vorbereitungen
Vorbereitungen
Vortrag
Vortrag
Registrierung
Registrierung
DKMS
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Großes Stimmengewirr war am Dienstag, den 07.08.18, zu hören: Im zweiten Stock der Schule hatte sich eine lange Schlange von Schülern gebildet, die sich für die Stammzellenspende registrieren lassen wollten. Sie können damit vielleicht irgendwann einem Menschen helfen, der am gefährlichen Blutkrebs erkrankt ist.

Das Projekt wurde von der Schüler Vertretung organisiert. Die Schüler Vertretung, kurz SV, ist nicht nur in der eigenen Schule zuständig, sondern es gibt auch einen Bereich, die sogenannte Kreis SV, in dieser sich alle Delegierten der Schulen im Kreis Mayen-Koblenz einmal im Monat treffen und sich über anstehende Projekte austauschen. Lisanne Hermann ist Mitglied in der Kreis SV und hat bei einer Versammlung diesen Vorschlag aufgefangen und die Typisierungsaktion in der wöchentlichen SV-Sitzung vorgestellt. Die Aktion wurde positiv aufgegriffen, sodass man schnell zu dem Entschluss kam, die DKMS auch an das Wilhelm-Remy-Gymnasium zu holen. Geplant wurde die Aktion von der Schüler Vertretung insgesamt über einen Zeitraum von 12 Wochen und die Durchführung am 07.08.18, dauerte insgesamt von der 2 Schulstunde bis zur 5 Schulstunde an.

Die Veranstaltung begann zunächst mit einem freundlichen Empfang der zwei Helfer von der DKMS, die sogleich den Schüler-Helfer (Oberstufenschüler/innen, welche den Aktionstag aktiv mitgestalteten) zeigten, wie sie die Typisierung an ihren Mitschülern durchführen sollen.

Bevor es jedoch zu einer Registrierung kommen konnte, wurden die Schüler und Schülerinnen der 11. und 12. Jahrgangsstufe durch einen Vortrag von der DKMS-Helferin Nicole Ruf über die Krankheit und ihre Folgen, sowie auch über die Stammzellenspende informiert. Leider erkrankt alle 15 Minuten eine Person in Deutschland an Blutkrebs, darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Ein Wangenabstrich genügt der DKMS um herauszufinden, ob jemand als Spender für einen Patienten infrage kommt. Einen Spender zu finden, erfuhren die Schüler während der Informationsveranstaltung in Raum 212, ist sehr schwierig. Denn für eine Stammzellenspende wird ein ,,genetischer Zwilling“ des Patienten gesucht. So ist die DKMS auf eine möglichst große Datenbank angewiesen. Bisher seien 7 Millionen Deutsche registriert. Den Höhepunkt des Vortrags bildete ein junger Mann, welcher selbst den Schülern von seiner Stammzellenspende berichtete. Aus seinem Gespräch war deutlich zu entnehmen, dass es für ihn einer der schönsten Erfahrungen war und das Gefühl, nach der Spende einem Menschen das Leben gerettet zu haben, einfach unglaublich sein soll.

Nach dem Vortrag warteten schon die Schüler-Helfer mit Wattestäbchen und Formularen ausgestattet auf ihre Mitschüler, die sich registrieren lassen wollten. Es bildete sich eine lange Schlange an Schülern und Lehrern, welche dazu bereit waren sich registrieren zu lassen und später vielleicht mal die Chance haben, einem Menschen das Leben zu retten. Am Ende konnte die DKMS durch diese Aktion 97 neue Spender dazu gewinnen – die Typisierungsaktion war somit ein voller Erfolg!

Ein großes Lob geht auch nochmal an die Schüler-Helfer (Lisanne Herrmann 13b, Anne Döbell 13d, Alisha-Mendieta-Fernandez 10c, Nikola Hardt 12d, Johanna Bauer 12d), sowie an die Mitarbeiter der DKMS (Nicole Ruf, Janina) und natürlich auch an die Vertrauenslehrer (Fr. Friedrich, Fr. Schlich), welche durch ihre Mitarbeit die Aktion erst möglich gemacht haben.

(Marie Grosser, 13a)