13.April 2018

Abitur 2018

„Die Götter verlassen den Olymp“

Abiturientia 2018
Abiturientia 2018
Das Moderatorenteam
Das Moderatorenteam
Der stellvertr. Schulleiter Herr Arnold
Der stellvertr. Schulleiter Herr Arnold
Der MSS-Leiter Herr Conrad
Der MSS-Leiter Herr Conrad
Herr Mohr
Herr Mohr
Frau Stuhlträger-Fatehpour
Frau Stuhlträger-Fatehpour
Jens Kahn
Jens Kahn
...richten ihre Worte an den Abiturjahrgang
...richten ihre Worte an den Abiturjahrgang
Ehrungen der Götter
Ehrungen der Götter
Ein besonderer Dank an den SSD
Ein besonderer Dank an den SSD
Männerballett in Aktion
Männerballett in Aktion
Danke für einen wundervollen Abend
Danke für einen wundervollen Abend
Wir sind raus...
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Am Bendorfer Wilhelm-Remy-Gymnasium haben 88 Abiturientinnen und Abiturienten am Freitag vor den Osterferien ihre Abiturzeugnisse erhalten. Zwei Abiturientinnen durften sich über die Bestnote 1,0 freuen, insgesamt 18-mal konnte ein Einser-Abitur vergeben werden.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Bendorfer Medarduskirche eröffnete die diesjährige Abiturientia ihre Abiturfeierlichkeiten. Anna-Lena Kaufmann und Thelma Schwenkmezger sorgten hier gemeinsam mit einem stimmgewaltigen Abiturientenchor für einen eindrucksvollen musikalischen Rahmen. In Erinnerung an seine eigenen Erfahrungen machte der aus Indien stammende Pater Paul Antony den Abiturienten Mut für die vor ihnen liegenden Aufbrüche und Reisen. Und Pfarrer Edwin Dedekind gab den jungen Erwachsenen ein afrikanisches „Sanibona!“ – „Wir sehen Euch!“ mit auf den Weg und riet ihnen, auf ihrer künftigen Lebensreise offen für die Ratschläge anderer zu sein und zugleich die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen nicht aus den Augen zu verlieren.

Im Anschluss daran fand in Siershahn der offizielle Festakt samt Abiball statt. Hier geleiteten Milena Gizzi und Philipp Noll als Moderatoren die zahlreichen Gäste kurzweilig und souverän durch den ereignisreichen Abend. Das diesjährige Abimotto „ABIkropolis – die Götter verlassen den Olymp“ aufgreifend, bestätigte der stellvertretende Schulleiter Johannes Arnold dem Abiturjahrgang in seiner Eröffnungsrede, dass die Noten dem offenkundig göttlichen Anspruch durchaus nahekämen. „Ihr habt das olympische Motto nach Kräften umgesetzt“, betonte Arnold und hatte dabei nicht etwa ein „Dabeisein ist alles“, sondern das lateinische „Citius, altius, fortius“ (Schneller, höher, stärker) im Sinn. Mit Blick auf die politischen Veränderungen seit seiner eigenen Abiturfeier ermunterte der stellvertretende Schulleiter die jungen Erwachsenen, an der positiven Gestaltung der sich immer rasanter wandelnden Welt aktiv mitzuwirken.

Stellvertretend für die Lehrerinnen und Lehrer des diesjährigen Abiturjahrgangs richtete Christoph Mohr das Wort an die Abiturientenschar und verwies in Anlehnung an das Abimotto auf Griechenland als Wiege der Demokratie. In ihrem Olymp, so Mohr, hätten die Abiturienten gelernt, dass „körperliche Voraussetzungen nichts mit Bildungserfolg zu tun haben sollten, dass Diskriminierung aufgrund von Hautfarbe, Religion oder sexueller Neigung in einer aufgeklärten Gesellschaft keinen Platz haben“ dürften. Der Sozialkundelehrer verband damit die eindringliche Bitte, die Vorzüge der Demokratie in vollen Zügen zu genießen, und appellierte: „Steht ein für die Freiheit, in der wir leben dürfen. Steht ein für ein geeintes und friedliches Europa. Tut es für euch, aber tut es auch für eure Eltern und Lehrer.“

Als Vertreterin der Elternschaft und langjähriges Mitglied des Schulelternbeirates dankte Frau Dr. Stuhlträger-Fatehpour besonders denjenigen Lehrkräften, bei denen neben der Wissensvermittlung vor allem auch die mitfühlende Begleitung und ein wahrhaftes Interesse an ihren Schutzbefohlenen im Vordergrund stand. Den Abiturienten riet sie in Anbetracht der nunmehr unterschiedlichen Wege, sich auch künftig ausreichend Zeit für die Pflege der während der Schulzeit gewachsenen Freundschaften zu nehmen. Zugleich machte sie deutlich, dass neben unterschiedlichsten Zielen auch Umwege im Lebenslauf nützlich sein können.

Jens Kahn betonte als Vertreter des Abiturjahrgangs, dass das bestandene Abitur eine Vielzahl von Eintrittskarten bereithalte, die es nun einzulösen gelte, und konstatierte ermutigend: „Wer will, der kann!“

Zusammen mit der feierlichen Übergabe der Abiturzeugnisse wurden verschiedene Preise verliehen. Johannes Wölbert wurde für seine Leistungen im Fach Biologie ausgezeichnet. Den von der Gesellschaft Deutscher Chemiker gestifteten Abiturpreis erhielten Jonathan Jung sowie Tina Saebel, die zudem als beste Quereinsteigerin mit dem Preis des Förderkreises geehrt wurde. Für hervorragende Leistungen im Fach Mathematik erhielt Katharina Held den Preis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung und Daniel Dieser den Preis des Fördervereins. Valerie Fries und Alexander Schneider erhielten den Abiturpreis im Fach Physik, der mit einer einjährigen Mitgliedschaft in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft verbunden ist. Für herausragende Leistungen im Fach Latein wurde Maya Maurer mit einer lateinischen Urkunde des Deutschen Altphilologenverbandes sowie einem Buchpreis geehrt. Anna-Lena Kaufmann wurde für ihre Leistungen im Fach Französisch gewürdigt, gemeinsam mit Thelma Schwenkmezger konnte sie außerdem die Auszeichnung der Fachschaft Musik für die langjährige Unterstützung bei zahlreichen Schulveranstaltungen in Empfang nehmen. Mit einem Preis der Deutschen Gesellschaft für Philosophie wurde Lasse Schloemer geehrt. Celina Stopperich wurde für ihr soziales Engagement ausgezeichnet, Max Gleim für sein außerunterrichtliches Engagement, insbesondere bei der Unterstützung der Technik-AG. Geehrt für ihren unermüdlichen Einsatz als Schulsanitäter wurden Sabrina Strohe, Joanna Zwick und Sandro Hartel, der für sein langjähriges Wirken zudem eine Urkunde der Ministerpräsidentin erhielt. Eine besondere Ehre ist der Preis der Ministerin für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz, Dr. Stefanie Hubig, der an Johanna Niggemann für ihr soziales Engagement und ihr Wirken als Schülersprecherin vergeben wurde. Sie erhielt zudem den Preis des Philologenverbandes für herausragende Leistungen im Fach Geschichte sowie den Pierre-de-Coubertin-Abiturpreis des Landessportbundes.

Erstmals wurden in diesem Jahr sogenannte MINT-Diplome für sehr gute Leistungen sowie besonderes Engagement im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik vergeben, sie gingen an Valerie Fries, Katharina Held, Johanna Niggemann und Jonathan Jung.

Für den inoffiziellen Teil des Abends hatte sich die Abiturientia noch so manche Überraschung ausgedacht. So wurde beispielsweise der Dank an die Stammkursleiter geschickt in Sketche, Gedichte oder Quizshows eingebettet, die Eigenarten ihrer pädagogischen Götterväter vermochten die Abiturienten dabei sehr liebevoll in Szene zu setzen. Und zweifelsohne gehörte auch der Auftritt eines beeindruckend professionellen Männerballetts zu den Höhepunkten des langen Abends, der reichlich Gelegenheiten bot, Vergangenes und Künftiges im persönlichen Gespräch in den Blick zu nehmen.

(Matthias Prill)