19.Juni 2018

„Auf der Suche...“

Suchtpraevention02Das Schüler-Multiplikatorenseminar zum Thema Suchtprävention

In diesem Schuljahr nahm das Wilhelm-Remy-Gymnasium erstmalig an einem dreitägigen Schüler-
Multiplikatorenseminar (SMS) zur Suchtprävention teil. Sechs Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe, die zuvor von ihren jeweiligen Klassen gewählt wurden, machten sich zusammen mit den Lehrerinnen Jennifer Friedrich und Marion Fettelschoß sowie der Schulsozialarbeiterin Sigrid Saxler im Frühjahr auf den Weg in die ev. Jugendbildungsstätte nach Rheinbach-Merzbach, um dort gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Are-Gymnasiums Bad Neuenahr, des Bertha- von Suttner-Gymnasiums Andernach und des Hilda-Gymnasiums Koblenz als Multiplikatoren ausgebildet zu wer
den.

An dieser Stelle gilt ein besonderer Dank Herrn Bernd Schittler, Vorstandsvorsitzender der PSD Bank Koblenz eG. Die großzügige Spende hat die Erweiterung und unmittelbare Umsetzung der Präventionsarbeit sehr positiv beenflusst.

Da der Einstieg in den Suchtmittelkonsum für Jugendliche in der Regel über Gleichaltrige, Freunde und Bekannte erfolgt, legt das Schülermultiplikatoren-Seminar „Auf der Suche nach…“ einen Schwerpunkt auf die Stärkung der Ressourcen der am Seminar teilnehmenden Jugendlichen. Zusammenhänge zwischen Suchtmittelkonsum-/missbrauch und verfügbaren bzw. nicht verfügbaren Lebenskompetenzen werden während des Seminars erfahrbar gemacht und mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern reflektiert. Das Lebensumfeld der teilnehmenden Jugendlichen (Clique, Familie, Schule, Freizeit) wird bei der Gestaltung der Seminarinhalte berücksichtigt. 

Suchtpraevention01Die beiden Highlights während des Seminars stellten sicherlich das Gespräch mit Herrn Hoffmann (Polizei Ahrweiler) und zwei Suchtpatienten aus der VFG Fachklinik Meckenheim dar, die sich den interessierten und oft auch persönlichen Fragen der Schülerinnen und Schülern offen stellten.

Im Juni hatten die Multiplikatoren Gelegenheit, das erworbene Wissen an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler weiterzugeben. Die Erstellung eines eigenen Konsum- und Tätigkeitsprofil ließ die Jugendlichen erkennen, dass alle deutlich mehr konsumieren als zum (Über-)Leben benötigt wird. Bei der Erarbeitung des Tankmodells wurde klar, jeder Mensch braucht besondere Dinge in seinem seelischen Tank, um gut und gerne zu leben und sich wohl zu fühlen. Mit Hilfe von Fallbeispielen wurde anschließend ein Suchttrichter erstellt und über Ursachen von Suchtmittelkonsum und Suchtentwicklung gesprochen. Die Jugendlichen konnten sich eine differenzierte Meinung zu Suchtverhalten und einer sinnvollen Freizeitgestaltung bilden, die sie hoffentlich in alltäglichen Situationen wie bspw. auf privaten Feten vertreten werden.

( - M. Fettelschoß -)