25.Januar 2019

„Nicht mit mir!“

Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe trainierten Strategien zur Gewaltprävention und Selbstbehauptung

„Nicht mit mir!“
„Nicht mit mir!“
Starke Kinder
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Blind vertrauen
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Abschlussprüfung - Das Brett...
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Wie kann ich eine Gefahrensituation rechtzeitig erkennen? Was kann ich tun, um meine Selbstsicherheit zu steigern? Welche Techniken gibt es, um mich im Notfall einfach und effektiv zu verteidigen? Antworten auf diese und andere Fragen rund um das Thema „Selbstbehauptung“ erhielten Schülerinnen und Schüler unserer Orientierungsstufe im Rahmen eines zweitägigen Kurses am 18. Und 19. Januar in der Sporthalle der Karl-Fries-Realschule plus. Unter der Anleitung von Klaus-Ulrich Feldmeier, Fachwirt für Konfliktmanagement und Selbstverteidigung, lernten insgesamt 16 Mädchen und Jungen nach dem bundesweit einheitlichen Kurskonzept „Nicht mit mir!“ spielerisch und mit großer Begeisterung eine Vielzahl von Strategien zur Bewältigung von kritischen Situationen, aber auch Techniken zur Selbstverteidigung. Die klaren und bisweilen durchaus strikten Anweisungen von Kursleiter Feldmeier, der als ehemaliger Soldat und Polizist Strenge und Fürsorge zugleich ausstrahlte, taten der Begeisterung der Teilnehmer keinen Abbruch, auch nicht, als zum Aufwärmen Liegestütze absolviert werden sollten. Diplompädagogin Sigrid Saxler, die als Schulsozialarbeiterin am WRG tätig ist und den Kurs organisiert hatte, zeigte sich hoch erfreut über den Elan sowie die raschen Fortschritte, welche die Fünft- und Sechstklässler im Verlauf des Kurses in Bezug auf Selbstbewusstsein und Abwehrstrategien erreichten. „Das Ziel dieser Veranstaltung besteht darin, dass die Kinder in einer echten Notsituation intuitiv die richtigen Entscheidungen sowohl für ihre eigene Sicherheit als auch die Sicherheit anderer treffen und sie die richtigen ‚Rettungsinseln‘ wählen“, erläuterte Frau Saxler und betonte, dass damit zugleich Beitrag zur Verhinderung von sexualisierter Gewalt und Missbrauch an Kindern und Jugendlichen geleistet werden solle. Dass dies in einem solchen Rahmen überhaupt möglich war, ist auch dem Förderkreis des WRG zu verdanken, der großzügig die Hälfte der Kursgebühren aller Teilnehmenden übernahm.

Als Abschlussübung galt es, gestärkt durch die Pizzen, die der Geschäftsführer des Jugendhilfswerk e.V., Harald Mader-Helmer, zum Mittagessen spendiert hatte, ein kleines Holzbrett zu durchschlagen. Eine Herausforderung, die alle bereitwillig und bravourös meisterten. Und so waren sowohl der Kursleiter als auch seine Schützlinge am Ende der Veranstaltung überzeugt, dass im Ernstfall jeder von ihnen deutlich machen kann: „Nicht mit mir!“.

Matthias Prill