20.März 2019

Exkursion Verdun

Verdun01Exkursion nach Verdun

Schauplatz einer der grausamsten Schlachten des Ersten Weltkriegs

Am 7. Februar starteten wir um 7 Uhr morgens in aller Herrgottsfrühe zu einer Exkursion nach Verdun in Lothringen. Wir, das waren Schüler der Klassen 9c und 9d sowie der Jahrgangsstufen 11 und 13 unter Begleitung von Frau Mattern und Herrn Prill. Von Koblenz fuhren wir durch Luxemburg über Metz zum Schauplatz des Geschehens. Der Weg führte uns auf die Höhen oberhalb von Verdun zu den ehemaligen Schlachtfeldern. Unser erster Halt war Fleury. Dieser Ort mit dem schönen Namen wurde bei den furchtbaren Kämpfen 1916 vollständig zerstört, nicht mehr wiederaufgebaut und als Mahnmal belassen. Schilder weisen darauf hin, wo früher die Gebäude standen. Der Ort ist heute ein von Granatentrichtern geprägtes Waldstück. Eigentlich sehr idyllisch. Trotzdem wäre es uns komisch vorgekommen, dort zu Mittag zu essen. Dies haben wir dann zur Freude unseres Busfahrers im Bus erledigt… Unser nächster Programmpunkt war das Fort de Douaumont, wo uns eine Führung in deutscher Sprache erwartete. Das Fort war 1916 hart umkämpft und abwechselnd von Deutschen und Franzosen besetzt. Madame Kremer, unsere Führerin, erläuterte uns sehr anschaulich, unter welch furchtbaren Umständen die Soldaten dort leben mussten. Ihr sympathischer französischer Akzent hat uns aber die Kälte und die traurige Atmosphäre ein wenig vergessen lassen („Biin iisch klarrr?“ / „Alles voller Schaisa!“).
Verdun02Und schon ging es wieder weiter zur nahegelegenen Gedenkstätte mit Kapelle, Gedenkhalle und Beinhaus. Wir sahen einen Film über die Schlacht von Verdun und wie das Beinhaus nach dem Krieg errichtet wurde, um den Gebeinen der unbekannten Gefallenen eine würdevolle Ruhestätte zu geben. Die Sportlichen unter uns stiegen auf den Turm, von welchem man einen guten Ausblick über das endlose Gräberfeld vor dem Beinhaus hat. Dort gibt es auch eine Gedenktafel zu Ehren des französischen Staatspräsidenten François Mitterand und des deutschen Bundeskanzlers Helmut Kohl, die sich 1984 hier die Hand zu einer symbolischen Versöhnungsgeste reichen. (Eine Schülerin fand heraus, dass das D von Mitterands Nachnamen lose war. Sie widerstand aber der Versuchung, es zu klauen...) Die Toiletten waren leider geschlossen, aber zum Glück gab es ja den nahegelegenen Wald! Im Übrigen mussten wir sowieso schon schnell weiter zum nächsten Programmpunkt, der Citadelle, im Ort Verdun gelegen. Dort wird das Leben der Soldaten im Ersten Weltkrieg virtuell dargestellt. In Phantasialand ähnlichen Wagen fuhren wir durch ein Kellergewölbe und wurden als Zuschauer sozusagen aktiv in die damalige Welt mit einbezogen. So befanden wir uns auf einmal in einem bombardierten Schützengraben, spazierten durch ein virtuelles Fleury und nahmen an der Zeremonie zur Ehrung des unbekannten Soldaten am Ende des Krieges teil. Wir erfuhren, dass dessen Urne seitdem unter dem Arc de Triomphe in Paris ruht. An der Kasse erwarteten uns zwei schnuckelige Franzosen, die uns mit ihrem guten Deutsch beeindruckten und Souvenirs verkauften. Leider blieb keine Zeit mehr für Café oder Chocolat chaud mit Macarons im Ort!  Das haben wir uns für ein andermal aufgehoben! Dafür machten wir Halt bei Burger King in Luxemburg, wo wir unsere leeren Mägen füllen konnten. So kehrten wir nach diesem ereignisreichen Tag  gegen 21:30 satt und voller Eindrücke nach Bendorf zurück.    

Résumé : Il faut se souvenir de ces évènements terribles pour faire vivre l`amitié franco-allemande! 

 

Text : Leistungskurs Französisch, Jahrgangsstufe 13 (- E. Mattern -)

 Fotos : 9c / LK Französisch