28.August 2019

Präventions-Preis

praeventionspreisPrävention wird großgeschrieben

Das Wilhelm-Remy-Gymnasium Bendorf (WRG) hat sich beim Präventionspreis der Unfallkasse den mit 1.000 Euro dotierten dritten Platz geholt.

Zur Siegerehrung waren der Schulleiter, Johannes Arnold, und die Steuerungsgruppe „Prävention, Intervention und Information“ am 20. August nach Andernach eingeladen. Neben der Jugendfeuerwehr Südliche Weinstraße, dem Landeskrankenhaus (zwei zweite Plätze) und der Kindertagesstätte Alsenborn (erster Platz) ist das WRG damit in diesem Jahr der einzige schulische Preisträger in Rheinland-Pfalz.

Zuletzt sind hier die Bereiche Sucht- und Gewaltprävention weiter entwickelt worden z. B. mit der Schulung von Schülermultiplikatoren durch schuleigene Präventionsfachkräfte und externe Experten. Die längste Tradition aber hat die Unfallprävention: Seit 13 Jahren gibt es an der Schule einen Schulsanitätsdienst, der eng mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Feuerwehr Bendorf kooperiert. Zudem wurden zusammen mit der örtlichen Polizei Konzepte zur Krisenprävention entwickelt und Aktionen zur Sicherheit im Straßenverkehr durchgeführt.

Das Thema „Prävention“ schafft es am Wilhelm-Remy-Gymnasium auch direkt in den Unterricht: Die Fachkonferenzen der Schule sind dazu aufgerufen, die Präventionsarbeit möglichst an den Fachunterricht anzubinden. Das geschieht beispielsweise im Fach Geschichte durch Zeitzeugengespräche sowie den Besuch von NS-Gedenkstätten wie aktuell in Hadamar, in Religion / Ethik durch Exkursionen in eine Moschee und in eine Synagoge. Gesundes Essverhalten wird im Fach Naturwissenschaften gepaukt, und für die Gesundheit der Lehrkräfte gibt es spezielle Studientage unter anderem in Kooperation mit der Unfallkasse.

Die Schülerinnen und Schüler der elften und zwölften Klasse absolvieren zudem das Jahresprojekt „Schule ohne Rassismus“. Stufenspezifisch getestet werden außerdem die am Gymnasium noch nicht vollends etablierten Möglichkeiten im Bereich Präventionsarbeit, etwa zum Thema Essstörungen, Alkoholprävention und Schulaufklärung zu sexualisierter Gewalt. Auch die Gründung einer Streitschlichter-AG ist für das aktuelle Schuljahr 2019/20 in Planung.

Ganz im Sinne der Gewaltprävention setzt die Schule schon bei den Jüngsten der Schule auf Teambildung, Persönlichkeitsstärkung und Unterstützung durch Klassenpaten. Nicht zuletzt möchte die Schule ihre Schützlinge fit fürs Leben machen – und das nicht nur, aber auch durch Bewerbungstraining und Berufs- bzw. Studienorientierung. Für die Jüngsten gibt es den Medienkompass als Orientierungshilfe, für Flüchtlingskinder Hausaufgabenhilfe. Beim Projekt „Schüler helfen Schülern“ können sich die Kinder und Jugendlichen auch selbst engagiert einbringen.

 

( - R. Hoffmann - )