27.September 2019

Studienfahrt Wien

Kaiser, Kutschen und Kulissen - Studienfahrt des Geschichts-LKs 12 nach Wien

KF WienJahr für Jahr erscheint die österreichische Hauptstadt in Ranglisten als lebenswerteste Stadt der Welt. In der zweiten Schulwoche war es nun an den Schülerinnen und Schülern des Geschichtsleistungskurses der Jahrgangsstufe 12 begleitet von Herrn Oertel und Frau Mattern dieses Urteil zu überprüfen.

Kaum dem Nachtzug aus Koblenz entsprungen machten wir unsere ersten Erfahrungen mit den Wiener Öffis, die für die nächsten Tage ein unverzichtbares Hilfsmittel auf unsrer Entdeckungsreise durch die Donaumetropole darstellten. So brachten uns Bus, Straßenbahn und U-Bahn über 5 Tage sicher zu den touristischen „Klassikern“ eines Wienaufenthalts. Dabei besuchten wir die kaiserliche Sommerresidenz Schloss Schönbrunn, lustwandelten durch den angrenzenden Park und schauten hinter die Kulissen der Staatsoper.

Daneben statteten wir auch den eher wenig von Touristen heimgesuchten Orten einen Besuch ab. So nahmen wir die aus dem Unterricht schon bekannten Reichskleinodien in der kaiserlichen Schatzkammer in Augenschein und stellten mit Verwunderung fest, wie zerbrechlich doch die alte Reichskrone in Wirklichkeit aussieht. In der Wagenburg bestaunten wir kaiserliche Staatskarossen von Kutschen bis Schlitten, die meist viel mehr über alltägliche Herrschaftsrepräsentation verraten als die von Touristenströmen belagerten Prunkräume im nahen Schloss Schönbrunn. Im Haus der Geschichte Österreich informierten wir uns in einer interaktiven Ausstellung über die uns doch kaum bekannte österreichische Geschichte seit 1918. Besonders dem wechselvollen Umgang mit der Herrschaft des Nationalsozialismus – von Österreich als dem ersten Opfer der Aggression bis hin zum sich entwickelnden Verständnis einer Mitverantwortung für nationalsozialistische Gräueltaten – wurde viel Raum gegeben und mit aktuellen politischen Fragestellungen verknüpft.

Schließlich galt es aber auch das Freizeitvergnügen in Wien unter die Lupe zu nehmen. Daher genossen wir das heitere Treiben auf dem Naschmarkt und stürzten uns in waghalsige Fahrgeschäfte im Prater. Als krönenden Abschluss unseres Aufenthalts konnten wir am letzten Abend dank Frau Matterns Social Media-Künsten von einem Stadtstrand am Donaukanal aus den Musiker RAF Camora live bestaunen.

Auch wenn wir nur einen kurzen Einblick in die vielen Möglichkeiten, die Wien bietet, erhalten haben, können wir uns dem Urteil nur anschließen, dass Wien eine sehr lebenswerte Stadt ist.

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Förderverein unserer Schule, der unser reichhaltiges Kulturprogramm finanziell unterstützt hat.

(C. Oertel)