23.Januar 2020

Tag der Physik

TdPhy 19Am 7. Dezember besuchte eine Gruppe von 39 Schülerinnen und Schülern des WRG in Begleitung der Lehrkräfte Judith Vomfell und Benedikt Müller den Tag der Physik an der Technischen Universität Kaiserslautern. Ermöglicht wurde der Ausflug durch die Unterstützung des Förderkreises, der die Kosten für den Transfer im eigens angemieteten Bus übernahm.

Bei dem inzwischen vierten Besuch dieser Veranstaltung konnte sich Herr Müller erneut über eine gewachsene Teilnehmerzahl freuen. Dass er einmal beinahe 40 Physikinteressierte von der neunten bis zur 13. Jahrgangsstufe an einem Samstag für einen Beuch an der TU Kaiserslautern begeistern könnte, hätte er vor einigen Jahren kaum zu hoffen gewagt.

In Kaiserslautern nahm dieses Mal aber nur ein Bendorfer Schülerteam am Physikwettbewerb teil. Dabei konnte das „Dreamteam“ aus Schülern der dreizehnten und zwölften Stufe allerdings nicht an die Erfolge aus dem letzten Wettbewerb anknüpfen. „Leider haben wir bei der Verteilung der Aufgaben innerhalb des Teams nicht das beste Händchen gehabt“, resümierten die Jugendlichen, wohl wissend, dass sie am nächsten Tag der Physik in zwei Jahren nicht mehr als Schüler teilnehmen können.

Denkbar wäre aber durchaus eine Teilnahme als Student. Denn zur Freude ihres Lehrers zeigten sich die Schülerinnen und Schüler sowohl im Wettbewerb als auch in den anderen Veranstaltungen überaus motiviert und interessiert. „Für einige von ihnen könnte ein Physikstudium durchaus infrage kommen“, betonte Müller, der u.a. die Leistungskurse der 12. und 13. Jahrgangsstufe unterrichtet. Der Besuch dieser Veranstaltung sei, so Müller weiter, einer von vielen Bausteinen im MINT-Profil der Schule, die seit 2014 auch den Titel MINT-freundliche Schule trägt. Die Ausbildung in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik genießt am Bendorfer Gymnasium nämlich einen besonderen Stellenwert. Müller verwies in diesem Zusammenhang auf den Besuch des Leistungskurses der 13. Stufe am weltgrößten Teilchenbeschleuniger CERN in Genf vor wenigen Wochen.

Neben dem Wettbewerb boten in Kaiserslautern Workshops, Experimente, Demonstrationsversuche und Vorträge reichlich Gelegenheit, das physikalische Wissen zu erweitern. Die Angebote bedienten ein breites Themenspektrum: Vorträge über neueste Anwendungsbereiche der Physik, beispielsweise ultrakurze Laserimpulse, standen ebenso auf dem Programm wie eine Führung durch das neue Institutsgebäude für Forschungen des Kern- und Elektronenspins. Zudem wurde ausführlich über die Bedingungen, den Ablauf und die Vorteile eines Physikstudiums informiert. „Besonders der Vortrag zum Thema ‚Luftdruck - ein heimlicher Star?‘ hat mir als Nichtphysikerin sehr gut gefallen. Die Experimente waren erstaunlich“, stellte Judith Vomfell fest. Und einige Schülerinnen berichteten begeistert vom Escape-Room. „Wir haben sogar den Computer auseinandergeschraubt – das war so eigentlich nicht gedacht“, scherzten sie.

Bei so viel Begeisterung stand am Ende eines intensiven Tages für alle Beteiligten fest, dass sich das frühe Aufstehen sowie die weite Anreise mehr als gelohnt haben.

( - B. Müller - )