29.September 2021

Das WRG groovt

cajon04 k"Das Klassenzimmer groovt"

Rhythmus-Workshop am WRG

Im Rahmen der aktuell einmal wöchentlich stattfindenden pädagogischen Tage konnte unsere Musikfachschaft am Mittwoch, 15.09.21, den Schlagzeuger und Percussion-Künstler Matthias Philipzen (Musikhochschule Würzburg) mit seinem Rhythmusprojekt "Das Klassenzimmer groovt" und 30 selbst mitgebrachten Cajóns in unserer Schule begrüßen. Drei 6. Klassen, eine 7. Klasse und eine klassenübergreifende Schülergruppe bestehend aus bereits fortgeschrittenen Schlagzeugern / Schlagzeugerinnen (musikalische Begabtenförderung) kamen so in den musikalischen Genuss eines kostenlosen Musikzier-Workshops auf dem Schlaginstrument Cajón, für den unser Förderverein dankenswerterweise die Kosten vollständig übernommen hatte.

Als eine der drei 6. Klassen waren wir in der 6d sehr gespannt, als wir im großen Musikraum eintrafen und sofort auf den in einem Kreis stehenden Cajóns Platz nehmen durften. Nach einer kurzen Begrüßung wärmten cajon02 kwir uns zunächst mit einer Bodypercussion-Choreografie auf, das heißt, wir benutzten unseren Körper stampfend, klatschend oder schnipsend als Schlagzeug und spielten gemeinsam verschiedene Rhythmen.

Danach stellte uns Herr Philipzen das Cajón (gesprochen "Kachon") als Instrument vor. Es sieht aus wie eine normale quadratische hohe Holzkiste, auf die man sich setzt. Wenn man sie zum „Klingen“ bringen will, muss man sie an verschiedenen Stellen „anschlagen“. Viele kannten das Cajón zwar schon vorher aus dem Musikunterricht, hatten aber bisher eher kaum auf dem Instrument spielen können. Nun begannen wir, ganz einfache Rhythmen zu erlernen. Damit wir uns diese besser merken konnten, hatte Herr Philipzen für uns Merksätze mit Eissorten gebildet wie zum Beispiel:

Scho-ko, Nuss, Nuss, Scho-ko, Nuss, Nuss,

Scho-ko, Nuss, Nuss, Stra - ccia - tel- la

In die Spielweise mit der Hand übersetzt "klingt" das dann so:

(Schlag in die) Mitte (des Cajóns) - Mitte, Klatsch, Klatsch,

Mitte-Mitte, Klatsch, Klatsch, Mitte-Mitte, Klatsch, Klatsch,

(Schlag auf den) Rand (des Cajóns) – Rand – Rand – Rand.

cajon01 kGanz nebenbei erfuhren wir in Form eines musikalischen Rollenspiels auch etwas über die peruanisch-kubanische Herkunftsgeschichte des Cajón sowie weitere kulturelle Einflüsse etwa aus Spanien ... Dafür haben einige Schüler:innen von Herrn Philipzen neue Namen bekommen: unter anderem gab es den Vater Paco aus Peru … oder Lucky Luke aus Amerika.

Im Verlauf des Workshops lernten alle ein wenig Cajón zu spielen, sodass wir schließlich mit zwei oder drei Rhythmusmustern gleichzeitig zu unterschiedlicher Musik (Pop, Samba, Rock, HipHop etc.) musizieren konnten. Zusätzlich lernten wir sogar den Cha-Cha-Cha als kubanischen Tanz kennen und durften seine rhythmischen Tanzschritte ausprobieren.

cajon03 kUnsere Klasse war am Ende begeistert, denn viele fanden, dass es total viel Spaß gemacht hatte, weil man endlich mal so richtig viel Krach in der Schule machen konnte!

Auch die anderen teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sowie ihre Musiklehrer:innen und weiteren begleitenden Fachlehrer:innen fanden ihren jeweiligen Workshop sehr gut und lobten die abwechslungsreiche und dadurch kurzweilige Gestaltung. Vor allem aber die mitreißende, lockere Art von Herrn Philipzen hat allen sehr gefallen. Damit sind wir alle froh, dieses Projekt miterlebt zu haben, und würden uns sehr freuen, irgendwann noch einmal mit Herrn Philipzen im WRG musizieren zu können!

( - Julius Schrage, 6d, und Musiklehrerin Ines Hürter - )