09.März 2022

Jugend forscht!

Erfolgreiche Jungforscher am WRG - Unserer Umwelt zuliebe!

Jugend Forscht FotoAuch in diesem Jahr lag vier Schülern unserer Schule bei der Teilnahme am Jugend-forscht-Regionalwettbewerb in Neuwied (12.02.2022) und Remagen (16.02.2022) eines besonders am Herzen: der Umweltschutz.

Auf unserem Sonntagsspaziergang oder auf dem Weg zur Schule und zur Arbeit ist eines leider nicht mehr wegzudenken: der Anblick von Müll, der in Straßengräben, auf dem Parkplatz oder am Flussufer liegt. Doch insbesondere der Plastikmüll ist nicht nur ein sichtbares Problem. Henrik Fritsche (5a)Jonas Adelfang und Jonas Wirth (beide 6a) haben sich mit dem Einfluss von Mikroplastik, dem weniger sichtbaren Teil des Plastikmülls, auf unsere Natur beschäftigt. Aktuelle Studien zeigen: Reifenabrieb gilt mittlerweile als Mikroplastik-Ursache Nr. 1. Henrikuntersuchte daher den Einfluss von Reifenabrieb auf das Wachstum von Pflanzen. 

Sein Ergebnis: Pflanzen, die in Erde gedeihen, die mit Mikroplastik durchsetzt ist, werden deutlich in ihrem Wachstum gehemmt. Für seine Forschung erhielt er den zweiten Platz in der Kategorie Biologie beim Wettbewerb Schüler experimentieren, der Juniorensparte bei Jugend forscht.

Könnte es auch einen erkennbaren Unterschied im Chlorophyllgehalt der Pflanzen geben, je nachdem, ob diese während ihres Wachstums Mikroplastik ausgesetzt sind? Dieser Frage gehen Jonas Adelfang und Jonas Wirth nach. Pflanzen, die den natürlichen Farbstoff Chlorophyll (also das Blattgrün) besitzen, betreiben Photosynthese, ein Prozess, bei dem Sauerstoff freigesetzt wird, welcher für uns lebensnotwendig ist.

Um dies untersuchen zu können, haben sich die Schüler in den letzten Monaten die Methode der Dünnschichtchromatographie beigebracht, ein Trennverfahren, das zur Untersuchung der Zusammensetzung von Proben genutzt wird. Ihnen ist es gelungen, die einzelnen Photosynthesepigmente aufzutrennen, und bei unterschiedlichen Blättern auch verschiedene Konzentrationen der Farbstoffe festzustellen. Für ihre Arbeit erhielten die Jungforscher den zweiten Platz in der Kategorie Biologie bei Schüler experimentieren.

Umweltschutz beschäftigt sich auch immer mit der Frage nach alternativen Möglichkeiten, Energie zu gewinnen. „In Anbetracht des zunehmenden Energiebedarfes und den damit verbundenen Kausalproblematiken des Klimawandels, wollte ich eine umweltfreundliche und gleichzeitig leistungsstarke Methode zur alternativen Energiegewinnung entwickeln.“, erklärt Fabian Stöhr (MSS 11). Seine Idee: nachhaltige Energiegewinnung durch Magnetismus. Durch Verwendung eines Levitrons (magnetischer Schwebekreisel) und einer selbst gebauten Spule nutzte er auftretende Induktionseffekte, um elektrische Energie zu erhalten – ganz ohne umweltschädliche Energieträger oder Emissionen. Durch das Schweben des Kreisels, während dieser schnell rotiert, verringert sich zudem der Reibungswiderstand, was zu einer verbesserten Energieeffizienz führen sollte. 

Auch wenn die energetische Ausbeute geringer als erhofft war, honorierte die Jury diese tolle Idee mit dem dritten Platz in der Kategorie Physik des Jugend-forscht-Wettbewerbs. 

(Sabrina Geimer)