Kommunikationskompetenz

leitbild kommunikationMit Sprache(n) bringen wir unser Verhältnis zu allen Dingen in der Welt zum Ausdruck, und uns Menschen ist es wichtig, uns darüber mit anderen auszutauschen, d.h. zu kommunizieren. Gut ist, wenn andere verstehen, was wir sagen oder schreiben - ob wir Informationen übermitteln oder ob wir uns über sehr persönliche Dinge unterhalten - kurz gesagt, wenn Kommunikation glückt. Damit Kommunikation gelingen kann, bedarf es einiger Kommunikationskompetenzen. Grundlegend gehören dazu:

  • dem Gesprächspartner zuhören, Geschriebenes aufmerksam lesen
  • Aussagen verstehen, auch Zwischentöne bzw. „zwischen den Zeilen lesen“
  • Gedanken klar und adressatengerecht äußern, Gedanken und Gefühle sprachlich differenziert ausdrücken
  • sich mögliche Wirkungen von Worten in Kommunikationssituationen bewusst machen
  • mit möglichen erwünschten bzw. unerwünschten Wirkungen von Worten in der Kommunikation sozialverträglich umgehen

Wenn wir sprechen, melden sich unsere Gedanken und Gefühle zu Wort. Der Klang unserer Worte kann unsere Aussagen betonen. Auch mit Gestik und Mimik können wir „sprechen“ (nonverbale Kommunikation); sie begleiten sogar oftmals unsere Worte. Manchmal „fehlen“ uns aber auch die passenden Worte, wir wissen dann nicht, wie wir Gefühle und Gedanken ausdrücken sollen. Es kann dann zu Missverständnissen führen, weil das Gesagte vom Gegenüber anders, gar falsch verstanden wird. Worte können aber auch wie Pfeile treffen, verletzen, Beziehungen belasten. Missverständnisse, kommunikative Störungen aufzuklären, eventuell Streit im Wortgefecht auszuhalten, Kompromisse anzustreben, ist eine Kunst, die man lernen kann.

Trainingsfelder zur Förderung der Kommunikationskompetenz am WRG:

  • gemeinsam Gesprächsregeln im Unterricht entwickeln und im Alltag erproben (z.B. Diskussionskultur, argumentative Gesprächskultur )
  • „Ich-Botschaften“ senden und ihre Wirkungen wahrnehmen (z.B. in der Orientierungsstufe)
  • situationsangemessenes Kommunikationsverhalten trainieren (z.B. Umgang mit Mitschüler(inne)n, Lehrer(inn)en, Freund(inn)en ...)
  • 5-Schrittmethode der effektiven Kommunikation kennenlernen und einüben (u.a. in der Schulsozialarbeit)
  • gewaltfreie, faire Kommunikation an unserer Schule täglich praktizieren
  • themenbezogene Präsentationen trainieren (z.B. auch im Rahmen des Berufswahlunterrichts)
  • unterschiedliche Kommunikationsmodelle kennenlernen und Sprache in ihrer Vielfalt reflektieren (Deutsch- bzw. Philosophieunterricht)
  • nonverbale Kommunikation fördern (z.B. Rollenspiele im Unterricht, Darstellendes Spiel, Schultheater)
  • Kommunikationsstörungen mit Unterstützung der Verbindungslehrer lösen lernen
  • erfolgreiches Kommunikationsverhalten an Orientierungstagen trainieren

Der Blick in die Zukunft am WRG – Erweiterung der Trainingsfelder:

  • „feed-back“-Kultur fortführen und optimieren (Rückmeldung von Schüler(inne)n an Fachlehrer(inn)en bezüglich des Unterrichts)
  • Leitlinien zur Kommunikation innerhalb der Schulgemeinschaft formulieren und umsetzen im Hinblick auf mehr Transparenz hinsichtlich der Kommunikationswege auf allen Ebenen der Schulgemeinschaft
  • kollegiale Fallberatung, d.h. Kolleg(inne)n beraten sich gezielt über etwaige Problemfälle
  • Teamteaching und/oder Supervision, d.h. Lehrer(inne)n unterrichten im Team und/oder öffnen ggf. ihren Unterricht für Beobachter(innen) von außen
  • aktuelle Forschungsergebnisse zur Kommunikation im digitalen Zeitalter, insbesondere auch unter Jugendlichen in das Konzept der schulischen Kommunikation mit einbeziehen