Malik Ait Nouh bestreitet zweiwöchiges Praktikum im Rahmen der Koblenzer Tage der Chemie
„Wenn ich eine Karriere als Wissenschaftler anstrebe, dann reicht es mir nicht, ab und zu mal im Chemieunterricht kleinere Experimente durchzuführen. Stattdessen will ich ernsthafte und wahrheitsgetreue Erfahrungen in einem modernen Labor sammeln.“
Genau das waren seine Gedanken, als sich Malik Ait Nouh, (Jahrgangsstufe 13) im letzten Sommer für die Koblenzer Tage der Chemie anmeldete.
Die Koblenzer Tage der Chemie sind ein zweiwöchiges Praktikum am Ende der Sommerferien und finden in den Laboratorien für anorganische Chemie der Uni Koblenz statt. Dieses Praktikum richtet sich speziell an chemiebegeisterte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, die sich einen Einblick in die wissenschaftlichen Arbeitsweisen in der Universität und den Alltag von Studenten verschaffen wollen.
Der typische Tagesablauf für die Praktikanten, Schülerinnen und Schüler regionaler Gymnasien, besteht dabei aus vielfältigen chemischen Vorlesungen am Vormittag und den anschließenden Experimenten in den Unilaboren. „Und Experimentieren heißt dabei nicht, dass einfach nur zwei Lösungen zusammengegeben werden und man einen Farbumschlag beobachtet“, vergleicht Malik seinen Laboralltag mit einfachen Schulversuchen, weil sich einige der Universuche über mehrere Tage erstrecken.
Anschließend steht dann noch die Vorbereitung auf die Experimente für den Folgetag an, so dass man nicht nur die einzelnen Stoffe für die Versuche und deren Gefahren kennt, sondern auch einen Überblick über den anstehenden Versuch und seinen chemischen Hintergrund hat.
Jetzt, nachdem die von Malik synthetisierten Präparate auf Reinheitsgehalt bestimmt wurden und seine Stoffanalysen und Protokolle ausgewertet sind, erhält er die Auszeichnung, „mit sehr gutem Erfolg“ an den Koblenzer Tagen der Chemie teilgenommen zu haben. Anerkennend überreichen Schulleiterin Birgit Vogel und Chemieleistungskurslehrer Tim Eggersglüß die Urkunde und würdigen Maliks Einsatz und Begeisterung. „Es freut mich riesig, dass wir jedes Jahr die Chance haben, einzelnen Schülern kostenfrei den Einblick in den Unialltag eines Chemiestudenten zu gewähren.“, lobt Eggersglüß das Kooperationsprojekt. Er hofft, dass das Angebot die Schülerinnen und Schüler zu einem naturwissenschaftlichen Studium motiviert und sie im Rahmen ihrer Berufswahl unterstützt.
Maliks Fazit jedenfalls ist eindeutig: „Der Arbeitsumfang ist herausfordernd, aber lohnend! Durch die vielseitigen Experimente und abwechslungsreichen Vorlesungen bekommt man einen exzellenten Einblick in die Arbeit eines Chemikers oder einer Chemikerin.“
(T. Eggersglüß)


