Drittortbegegnung
Vom 26.1 bis zum 30.1 2026 sind wir mit 21 Schüler*innen der Stufen 9 bis 12, Frau Kuhlmann und Herrn Finke nach Niederbronn-les-Bains im Elsass in die Begegnungsstätte „Centre international Albert Schweitzer“ gefahren.
Die Fahrt resultierte aus Frau Kuhlmanns Aufenthalt an einem Lycée in Auxerre (Burgund), wo sie drei Wochen lang im Herbst 2024 unterrichtet und dort den Kontakt zu den französischen Kollegen geknüpft hatte, und der erfolgreichen Drittortsbegegnung 2025. Wir waren mit 21 französischen Schüler*innen und ihren beiden Lehrkräften für fünf Tage gemeinsam in der dortigen Jugendherberge untergebracht und haben in dieser Zeit viele Aktivitäten zusammen gemacht, wobei wir sehr viel lernten.
Am ersten Tag wurde uns viel über den 2. Weltkrieg und gefallene, deutsche Soldaten berichtet. Danach haben wir den Kriegsgräberfriedhof und die Gedenkstätte des Volksbundes für Kriegsgräberstätten neben der Jugendherberge besichtigt. Dabei haben wir uns in Kleingruppen aufgeteilt und eine Art Rallye gemacht, wobei wir mehr über die dort begrabenen Soldaten lernten. Danach haben wir verschiedene Kennenlernspiele mit den Franzosen gespielt, um Bekanntschaft zu schließen. Die Zimmeraufteilung war bilingual, somit waren die Zimmer Deutsch und Französisch gemischt. Dies sorgte dafür, dass wir lernten, wie man sich auf verschiedenen Sprachen verständigt.
Am zweiten Tag sind wir gemeinsam nach Straßburg ins Europäische Parlament gefahren, wo wir eine sehr interessante Führung bekamen. Dieser Einblick hat uns viele neue Informationen gegeben. Danach hatten wir ausgiebig Freizeit, um die wunderschöne Stadt zu erkunden, in welcher wir aber auch die Einwohner über die deutsche Sprache interviewen sollten. Dabei hatte jedes Zimmer andere Fragen. Nach dem leckeren Abendessen in der Jugendherberge haben wir die Stoffpuppen Rintintin und Nennette gebastelt, welche als Glücksbringers während dem 2.Weltkrieg benutzt wurden. Das Basteln hat unerwartet Spaß gemacht. Abschließend haben die Deutschen und die Franzosen die Puppen gegenseitig ausgetauscht.
Am dritten Tag in Rastatt haben wir Passanten wieder die selben Interviewfragen gestellt, um die Ergebnisse zwischen den beiden Ländern vergleichen zu können. Hier hatten wir immer noch Zeit, etwas zu essen und einzukaufen. Anschließend fand eine sehr informative Führung über eine Baustelle der deutschen Bahn statt. Hierbei wurden uns verschiedenste Aufgabenbereiche erklärt und wir bekamen eine Führung durch einen sich noch im Bau befindenden Eisenbahntunnel.
Abends fand noch eine kleine Party statt, inklusive Snacks und Musik. Hierbei konnte man zum Beispiel Tischkicker oder Rundlauf an der Tischtennisplatte spielen. Dabei haben auch die Lehrer*innen mitgespielt. Den ganzen Abend lang herrschte eine sehr freundschaftliche Atmosphäre.
Am 4.Tag sind wir in der Begegnungsstätte geblieben, wo wir am Nachmittag die Ergebnisse der Interviews präsentiert und ausgewertet haben. Anschließend haben wir noch Spiele gespielt, bei denen die Franzosen und Deutschen sich austauschen mussten, um zu gewinnen, was den Zusammenhalt stärkte. Nach dem Mittagessen hatten wir wieder Freizeit, in welcher man Niederbronn erkunden konnte. Nach ein paar Gemeinschaftsaktivitäten gab es in der Jugendherberge ein Buffet.
Insgesamt hat die Fahrt sehr viel Spaß gemacht und war sehr aufschlussreich. Selbst, wenn man nicht so gut französisch sprechen konnte, konnte man sich sehr gut mit den Franzosen verständigen. Wir lernten vieles über die deutsch-französische Geschichte, und wie wichtig es ist, diese gute Beziehung aufrecht zu erhalten. Wir empfehlen diese Fahrt sehr, da eine sehr entspannte Atmosphäre herrschte und es eine Abwechslung zum normalen Schulalltag ist.
(Bericht von Clara Müller und Fiona Kirst – Klasse 9b)


