Rekorde der Musik(geschichte) im „Guinness-Konzert der Rekorde“ für alle 6. Klassen am WRG Bendorf
Am Mittwoch, dem 17.06.2026, erwartete alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 ein rekordverdächtiges musikalisches Erlebnis. Zwei Musiker, der Fagottist Prof. Nikolaus Mahler und der Cellist Joël Cantori, der Rheinischen Philharmonie Koblenz besuchten das WRG Bendorf und brachten den 6. Klassen insgesamt 14 kleine Musikstücke zu Gehör, die mit besonderen Rekorden in Verbindung gebracht werden.
Nachdem uns die beiden Musiker recht herzlich im großen Musikraum empfangen und begrüßt hatten, fragten sie uns in den ersten fünf Minuten, was wir denn von einem als „Guinness-Konzert der Rekorde“ angekündigten Konzert erwarten würden. Wir antworteten, dass es sich zum Beispiel um längste, kürzeste, langsamste oder schnellste Musikstücke als Konzertdarbietungen handeln könnte. Und tatsächlich – beinahe all dies versprachen die beiden Gäste uns in ihrem inzwischen seit 2019 siebten Konzert am WRG zu präsentieren und noch weitere besondere Rekorde…
Die meistgespielte Sinfonie etwa, ein Werk für großes Sinfonieorchester, wie die Rheinische Philharmonie Koblenz, das Heimatorchester unserer beiden Gäste, eines ist, ist Beethovens 9. (Sinfonie), aus der jeder die „Ode an die Freude“ – besser bekannt als europäische Hymne „Freude schöner Götterfunken“ – kennt, die im Schlusssatz, dem 4. Satz des großen Werks, von einem Chor zur Orchesterbegleitung gesungen wird – eine zu Beethovens Zeit auch rekordverdächtige Neuheit in einer bis dahin reinen Instrumentalgattung. Natürlich durfte auch ein Stück vom musikalischen Wunderkind seiner Zeit, Wolfgang Amadeus Mozart, nicht fehlen, nämlich sein bekanntestes „Eine kleine Nachtmusik“.
War bis vor einigen Jahren noch ein Beatles-Song der meistgespielte im Radio auf der ganzen Welt, hat diesen Rekord mittlerweile der Song „Every breath you take“ von The Police mit Sting als Sänger gebrochen, den uns die beiden Musiker wie alle anderen Stücke auch in einem Eigen-Arrangement speziell für ihre beiden Instrumente vorspielten.
Im Anschluss erklangen nach einem Mashup von „Heal the World“ und „Bad“ des berühmtesten populären Musikers Michael Jackson, der die meisten CD’s verkauft hat, ein Rock’n’Roll-Stück von Elvis Presley, der die meisten Schallplatten vermarktet hat, sowie die bekanntesten Filmmusikstücke des Filmmusikkomponisten John Williams. Aus einem kleinen Medley erriet natürlich jeder von uns sofort die Titelmelodien zu „Star Wars“, „Jurassic World“, „Harry Potter“ und „Indiana Jones“; nur die Titelmelodie zum Film „E.T.“ erkannten wenige Schülerinnen und Schüler.
Im Gespräch mit den beiden Musikern, von denen Herr Mahler moderierend durch das im wahrsten Sinne des Wortes „Gesprächskonzert“ führte, fanden wir schließlich noch heraus, dass das langsamste und damit bisher längste Stück der Welt „As slow as possible“ (ASLSP) von John Cage insgesamt 639 Jahre dauern soll, so dass kein Mensch dieses ganz musizieren und miterleben kann. Es wird seit dem Jahr 2001 in einer kleinen Kirche in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) aufgeführt und begann mit einer mehrere Monate dauernden Pause, bevor dann Jahr für Jahr ein oder mehrere neue Töne – von einem Computerprogramm auf der Orgel gespielt – hinzukommen.
Eine der Lieblingsrekordkategorien von vielen unserer Sechstklässler war die am meisten bei Spotify gestreamte populäre Musik von Taylor Swift, von der die beiden uns ihren Song „The fate of Ophelia“ instrumental präsentierten. Natürlich durfte dann auch die am meisten gestreamte klassische Musik nicht fehlen, die von Johann Sebastian Bach aus dem 17. Jahrhundert stammt. Wir hörten als Beispiel sein weltberühmtes Stück „Air“ aus seiner dritten Orchestersuite.
Besonders beeindruckt haben uns abschließend das virtuose Musikstück „Der Hummelflug“ von dem russischen Komponisten Nikolai Rimsky-Korsakow und der Versuch der beiden Musiker, den Guinness-Rekord eines Geigers zu brechen. Dessen Weltrekord im schnellsten Spielen dieses Musikstückes liegt bei unter einer Minute. Bei der Vorführung am WRG wurde es von Herrn Mahler auf dem Fagott und Herrn Cantori auf dem Cello mit nur einem Atemzug in einer Minute und 7 Sekunden gespielt, womit sie zwar knapp einen neuen Guinness-Rekord verpassten, aber dennoch eine großartige musikalische sowie spieltechnische Leistung zeigten und das Konzert mit seinem lebendigen Wechsel von informativen Gesprächen und instrumentalen Darbietungen eindrucksvoll beendeten.
Auch wenn einzelne unserer jungen Zuhörer/innen fanden, dass nicht jedes der konzertierten (insbesondere populären) Musikstücke für die besondere Duo-Besetzung Fagott-Cello gepasst hat, war es für uns alle ein echtes Erlebnis, zwei solch professionellen Musikern, die einzelne von uns bereits von einem anderen Themenkonzert aus der Grundschule kannten, so intensiv zuhören zu dürfen, was wir begeistert mit großem Applaus zeigten.
Bis zum nächsten Mal herzlichen Dank, Herr Mahler und Herr Cantori!
( – Nina Genßmann, Noah Meiners, Emil Rannou und Kenza Waldorf, 6e, mit Musiklehrerin Frau Hürter – )



